Wirtschaftlicher und nachhaltiger Einsatz von Arzneimitteln am Beispiel einer Umstellung von unfraktioniertem Heparin auf niedermolekulares Heparin.
Mit einer sehr gut abzuwägenden Entscheidung des behandelnden Arztes können potenziell austauschbare Arzneimittel wie z. B. unfraktioniertes Heparin versus niedermolekulares Heparin wirtschaftlicher und auch nachhaltiger eingesetzt werden.
Diese Erfahrung trifft auf unterschiedliche Arzneimittelgruppen zu. Eine Entscheidung erfordert ein informelles Wissen und eine langjährige Erfahrung und Kenntnis der/des behandelnden Ärztin/Arztes.
Einsatz alternativer Arzneimittel auf dem Prüfstand
Im Behandlungsbereich gibt es bei der standardmäßigen Gabe von Arzneimitteln Einsparungspotentiale, wie das Beispiel der Heparin-Verabreichung im klinischen Alltag beweist.
Voraussetzung hierfür ist eine ärztliche Entscheidungsfindung zur Therapieform.
Indikationsbezogen kann niedermolekulares Heparin als Multidose in der Größe von 5 ml (50.000 I.E.) für den breiten Einsatz als Alternative zum bisher standardmäßig verwendeten unfraktioniertem Heparin eingesetzt werden.
In den meisten Fällen wird niedermolekulares Heparin als Bolus aufgrund seiner längeren Halbwertszeit verabreicht, im Gegensatz zur Bolusgabe von unfraktioniertem Heparin gefolgt von einer kontinuierlichen Heparininfusion.
Nachhaltige Vorteile der Bolusgabe bzw. des niedermolekularen Heparin sind:
- Vereinfachte Handhabung und Arbeitsabläufe und daraus resultierende Zeitersparnis
- Reduziertes Hygienerisiko
- Wegfall zusätzlicher Materialien wie Spritzen, Schlauchsysteme und Kanülen für die Infusion
- Vorteile von Multidose-Systemen gegenüber Einzeldosis-Fertigspritzen, die ebenfalls zur Antikoagulation in der Dialyse eingesetzt werden