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Gebäudekühlung

Die Gebäudekühlung dient vor allem der Abfuhr thermischer Lasten im Sommerfall und im Ausnahmefall im Winterfall (z. B. Serverräume) um Raumtemperaturen zu vermeiden, die der Gesundheit der Beschäftigten und Patienten nicht zuträglich sind. Die Energieeffizienz der Kühlung ist davon abhängig, wie zielgenau Kühllasten aus den Räumen abgeführt werden können und wie gering die Verluste der Kälteanlagen sind. Als oberstes Ziel zur Einsparung des Energiebedarfs für die Kühlung ist die Verringerung thermischer Lasten zu nennen.

Verringerung thermischer Lasten

Diese Maßnahmen können als oberstes Ziel der Energieeinsparung bei der Kühlung bezeichnet werden, denn was nicht entsteht oder zugeführt wird, muss auch nicht abgeführt werden.

Gebäude heizen sich im Sommer durch Wärmeeintrag von außen, durch solare Wärmegewinne über die Fenster aber auch über die Zufuhr warmer Luft auf, welche für den hygienischen Mindestluftwechsel benötigt wird.

Sonnenschutz an den Fenstern

Die Installation oder Nachrüstung eines wirksamen Sonnenschutzes für die Räume ist als oberste Maßnahme zu sehen, insbesondere ein äußerer Sonnenschutz, da dieser die Strahlung gar nicht erst in den Raum durchlässt. Diese Maßnahme ist allerdings nur in Zusammenarbeit mit dem Gebäudeeigentümer oder Vermieter zulässig.

Ein innerer Sonnenschutz, welcher aber eine deutlich geringere Wirkung hat als ein außenliegender, ist – vor allem, wenn es sich um solchen mit reflektierenden Oberflächen handelt – eine Maßnahme, die auch der Mieter durchführen kann.
Aus hygienischer Sicht ist hierbei zu beachten, dass textile Vorhänge hier weniger geeignet sind, sondern man auf desinfizierbare Lamellenraffstores setzen sollte. Reflektierende Folien sind auch wirksam, allerdings sollten diese an der Außenseite des Fensters angebracht werden, was mit dem Vermieter abzustimmen ist.

Innere Wärmelasten

Weiterhin heizen sich Gebäude durch innere Lasten auf. Diese werden durch in den Räumen betriebene Geräte eingetragen, welche Abwärme abgeben, wie z.B. Dialysegeräte, Computer, Fernseher, Kühlschränke, Leuchten.

Zur Vermeidung von inneren Wärmelasten sollten die Geräte nicht länger laufen als unbedingt nötig. So kann geprüft werden, ob z. B. stationäre Computer ständig laufen müssen. Darüber hinaus bieten Betriebssysteme eine Energiemanagementfunktion an, die konfiguriert werden kann.

Weiterhin ist zu überlegen, ob es notwendig ist, Dialysegeräte bei Nichtbenutzung laufen zu lassen.

Energieeffiziente Leuchten haben in der Regel eine geringe Abwärme als herkömmliche Lichtquellen.

Auch laufende Heizungen sind eine Wärmequelle, die Kühlbedarf erzeugen kann. Dies trifft insbesondere in der Übergangszeit zu. So kann es sein, dass es morgens kühl ist und die Heizung aufgedreht wird. Die im Tagesverlauf dazukommenden Wärmegewinne führen anschließend dazu, dass die Raumtemperatur als “zu hoch” empfunden wird und die Kühlung angeschaltet wird.

Liegt die Außenlufttemperatur über der Raumtemperatur sollte dafür gesorgt werden, dass unerwünschte Infiltrationen über den hygienischen Mindestluftwechsel hinaus vermieden werden. Ist dies nicht der Fall gilt “Fenster auf und Durchzug”. Insbesondere in den Morgenstunden kann das Gebäude damit effektiv heruntergekühlt werden. Sehr gut ist – allerdings in Dialysen nur dann praktikabel, wenn Einbrüche nicht zu befürchten sind – die Lüftung über Nacht. Durch diese Maßnahme können Wärmesenken an Bauteilen und Einrichtungsgegenständen geschaffen werden, die im Tagesverlauf die Raumtemperatur niedrig halten.
Bei höherer Außenlufttemperatur als der Raumtemperatur gilt: “Fenster zu”.

Optimierungspotential (durch den Mieter durchzuführen)

  • Bei niedrigeren Außentemperaturen als Raumtemperatur: “Durchzug”

  • Bei höheren Temperaturen als Raumtemperatur: “Fenster zu”

  • Installation von (innenliegendem) Sonnenschutz

  • Abschalten von nicht dringend benutzten Geräten

  • Installation einer energieffizienter Beleuchtung

Optimierungspotential (durch den Vermieter/Gebäudeeigentümer durchzuführen)

  • Installation von (außenliegendem) Sonnenschutz

  • Nachrüstung einer gegenseitigen Verriegelung von Heiz- und Kühlsystemen zur Vermeidung des „gegeneinander Arbeitens“

  • Nachrüstung einer raumweisen Regelung der Raumkühlung

Der Vermeidung thermischer Lasten kommt ein hoher Stellenwert zu. Unerwünschte (Lüftungs)Wärmegewinne sind oft mit einfachen Mitteln zu vermeiden.

Updated on 17. Februar 2025
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