Dialysewassersysteme müssen regelmäßig desinfiziert werden.
| Ziel: | Verhinderung der Biofilmbildung |
| Häufigkeit: | ergibt sich aus der Systemvalidierung |
| Verfahren: | chemisch, thermisch (bevorzugt) |
| Quantifizierung: | spezifischer A0-Wert gem. Validierung |
Ökologische Optimierungsmöglichkeiten
- Optimierung der Häufigkeit
- Optimierung des Zeitpunkts (Stromkosten, Photovoltaik)
- Alternative Reinigungs-/Desinfektionsmethode
Heißreinigung bzw. Heißdesinfektion der Ringleitung
Bei einer Heißreinigung bzw. Heißdesinfektion durchströmt heißes Wasser (> 80°C) die gesamte Ringleitung, um diese zu desinfizieren und Biofilmbildung zu vermeiden. Nach der Umkehrosmose befindet sich ein Tank oder ein Durchlauferhitzer, der das erhitzte Wasser in der Ringleitung verteilt.
Die Häufigkeit beträgt mindestens einmal wöchentlich. Die Heißreinigung ist Bestandteil eines validierten Anlagenbetriebs. Es ist sicherzustellen, dass es zu keiner Biofilmbildung kommt.
Bei der integrierten Heißreinigung der Dialysegeräte während dieser Zeit wird das heiße Wasser über den Dialysewasser-Zulaufschlauch bis in den Wassereingangsbereich der Dialysegeräte geführt, so dass Mikroorganismen in diesem Bereich ebenfalls abgetötet werden und Biofilmbildung vermieden wird.
Die Häufigkeit beträgt i.d.R. einmal wöchentlich. Je nach Gegebenheit kann es möglich sein, dass nicht alle Dialysegeräte während einer Prozedur gleichzeitig integriert werden können.
Manche Umkehrosmosen erlauben auch eine Heißdesinfektion der Umkehrosmose-Membranen, die eine sehr große Oberfläche und somit Potential für Biofilmbildung aufweisen.
Die Häufigkeit beträgt i.d.R. einmal monatlich
